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Wofür es sich lohnt, überlebte Denk- und Verhaltensweisen loszulassen – und wie das praktisch funktioniert

So lautet der Titel des Seminars, das ich am Wochenende besucht habe. Das Seminar ist Teil meines Trainings zum Thema Selbstheilungskompetenz.

Wofür lohnt es sich also alte Denkmuster loszulassen? Es lohnt sich für eine Vision. Eine Vision davon, wie ich mein Leben leben will, welche Qualität mein Leben haben soll. Zu meiner Vision z.B. gehört Nähe. Ich will verbunden sein mit Menschen.

Und wie lasse ich die Denkmuster los, die mich davon abhalten meine Vision zu leben? Wir alle kennen die Glaubenssätze, die uns davon abhalten zu handeln, uns wohlzufühlen oder uns immer wieder in die gleichen Verhaltensweisen drängen. Einer meiner Glaubenssätze lautet z.B. “In den dunkelsten Zeiten, bin ich immer alleine”. Das klingt bedrohlich und hält mich oft genug davon ab, um Hilfe zu bitten oder mich in dunklen Zeiten an Menschen zu wenden, damit ich nicht alleine bin. Mit meinem Glaubenssatz erreiche ich also das genaue Gegenteil meiner Vision – ich bin alleine, statt verbunden zu sein.

Okay verstanden. Und jetzt? Jetzt geht es darum, diesen Glaubenssatz zu managen. Wenn ich das nächste Mal innerlich jammere, keine Unterstützung zu haben, kann ich mich fragen ob das stimmt. Oder, ob ich nicht besser einen Freund, eine Freundin um Unterstützung bitte. Ab jetzt habe ich die Wahl, ob mein Glaubenssatz meine Realität bestimmt oder ich mein Verhalten ändere.

So einfach ist das, vorausgesetzt Du hast eine Vision und gehst Deinen Glaubenssätzen auf den Grund. Das alleine herauszufinden und zu bearbeiten ist nicht einfach. Besser geht es mit Hilfe einer kompetenten Beratung. Wenn Du Interesse hast, Deine Vision kennenzulernen und überlebte Verhaltensmuster abzulegen, unterstütze ich Dich gerne dabei. Melde Dich gerne für ein kostenfreies Erstgespräch (15 Minuten), und wir besprechen, wie die Beratung für Dich aussehen könnte.

 

Trau Dich, zart zu sein!

traudichzartzuseinWerbung, die mich besonders anspricht – und nicht wegen der Schokolade.

Was wäre, wenn wir Menschen öfter mal zart wären? Unsere verletzlichen Seiten zeigen? Im Alltag begegnet mir das eher selten. Aber ich erlebe es mit Menschen, die auf meiner Massagebank liegen: (so gut wie) nackt, entspannt und zart wegschmelzend unter meinen Händen (also doch ähnlich wie bei Schokolade?). Wunderbare Momente, die ich genieße und bei denen ich viel von dem zurück bekomme, was ich beim Massieren gebe. Momente voller Vertrauen und Hingabe.

Körperarbeit ist genau mein Ding

Ich bin nicht zufällig bei der “Körperarbeit” gelandet. Körperliches Erleben im Rahmen von therapeutischen Prozessen erlaubt es mir große Entwicklungsfortschritte in Richtung “heil werden” zu machen. Und gerade ist es wieder Zeit für mich die nächsten Schritte zu tun. Mit Hilfe von Körperarbeit und Massage stelle ich mich meiner körperlichen und seelischen Verletzungen aus Kindheit und Jugend: ein geplatzter Blinddarm mit 4 Jahren (nur knapp überlebt und 6 Wochen Krankenhaus) sowie ein Unfall mit 19 Jahren (wieder nur knapp überlebt, 4 Monate Krankenhaus). In den letzten 10 Tagen hatte ich 3 Sitzungen, alle sehr intensiv. Die Erinnerungen an Schmerz, Hilflosigkeit und Überforderung kamen wieder in mein Bewußtsein und wurden von meinem Körper ausgedrückt. Diesmal war ich aber nicht alleine damit, sondern hatte die empathische Unterstützung eines Therapeuten (und sogar mein Mann war bei einer Sitzung dabei). Sie haben meine Not gesehen und mit mir geteilt und ich konnte einen guten Teil davon gehen lassen.

Das ist alles nicht einfach und ich habe Angst vor jeder Sitzung, aber es ist der richtige Weg für mich – denn ich vertraue auf die Weisheit meines Körpers. Und der sagt: weiter so.

Nur was wir annehmen, können wir verändern. C.G. Jung